Die Babytaufe und die Folgen

Babytaufe Kircheneintritt Taufpaten

Eine Babytaufe ist ja meist wirklich niedlich. Ein kleines Baby in einem besonders hübschen Anzug bekommt etwas Wasser auf den Scheitel getropft. Daneben stehen die Eltern und zwei Taufpaten.

Es wurde kritisiert, dass das Baby bei der Babytaufe ohne rechtsgültige Willenserklärung Kirchenmitglied wird. Dies geht ist auf das verfassungsgemäße Erziehungsrecht der Eltern (Art. 6 Abs. 2 GG) zurück. Das persönliche Recht aus Art. 4 Abs. 1 GG, aus einer Religionsgemeinschaft auszutreten, steht jedoch nach § 5 des Gesetzes über die religiöse Kindererziehung vom 15.7.1921 dem Kind erst nach der Vollendung des 14. Lebensjahres mit Eintritt der Religionsmündigkeit zu. Daher bleibt die Babytaufe “legal” – ist sie aber auch ethisch vertretbar?

Selbstständigkeit muss gefördert werden

Dieses  Erziehungsrecht der Eltern ist jedoch kein Freifahrtschein. Eltern haben die Pflicht, die Interessen und Angelegenheiten  ihrer Kinder zu berücksichtigen und dessen Weg in die Eigenständigkeit zu fördern. Das ist unter anderem im § 1626 BGB festgehalten: Dort heißt es “Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbstständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.”

Ein Problem stellen hier religiöse Handlungen dar, die Gültigkeit für das ganze Leben des Kindes beanspruchen, wie zum Beispiel die Taufe – besonders die Babytaufe. Denn trotzdem nehmen Kirchen diese an Säuglingen vor – wissend, dass diese nie den Wunsch danach geäußert haben.

Warum taufen lassen?

Auch kirchenferne und so genannte U-Boot-Christen lassen ihre Kinder taufen. Schauen wir mal, was die Kirche angibt, warum Eltern ihre Kinder taufen lassen sollen – hier eine Aufzählung die in dieser Form von der evangelischen Kirche Bayern angegeben wird:

  • In der Taufe sagen die Eltern Gott dem Schöpfer für das neue Leben Dank.
  • Zur Vergewisserung der Zusage Gottes, das Kind und seine Eltern zu begleiten.
  • Gott verspricht in der Taufe dem Neugetauften seinen Segen.
  • Die Taufe besiegelt die unbegrenzte, grenzenlose Liebe Gottes zu dem Menschenkind.
  • Der Getaufte tritt in die Gemeinschaft derer ein Verheißungen für sich gelten lässt: Ihr seid Gottes geliebte Kinder.
  • Das Kind weiß wo es hingehört, wenn die anderen es fragen „Was bist Du eigentlich?”
  • Paten sind für das Kind da und können seine Fragen beantworten und für es beten
  • Dem Kind wird eine grundlegende Orientierung mitgegeben: Die Geschichten und Worte von Jesus Christus, sowie der große Erfahrungsschatz der Bibel.
  • Die Taufe bietet Gelegenheit zu einem Familientreffen.

Diese Punkte sind gekürzt, sind hier aber in Gänze nachzulesen.

Einen Punkt möchte ich hier ungekürzt wiedergeben:

„Mein Kind soll sich später selbst entscheiden können, was es glauben möchte.“ Dieses Argument gegen die Kindertaufe hört man oft. Dabei ist es ihm auch mit Taufe später selbstverständlich frei gestellt, sich für oder gegen den Glauben zu entscheiden. Bei der Konfirmation, aber auch später steht es ihm immer wieder offen, der Kirche den Rücken zu kehren oder wieder zu ihr zurückzukommen. Was Eltern, die so argumentieren, vergessen: Man muss etwas kennen, um sich bewusst dafür oder dagegen zu entscheiden. Die Taufe bietet das Fundament dafür, dass ein Kind den Glauben in Familie, Gemeinde und Religionsunterricht kennen lernt und sich später wirklich frei entscheiden kann.”

Das steht da tatsächlich so.

  • 14 Jahre “wissen wo man hingehört”
  • 14 Jahre Taufpaten, deren Pflicht es ist die “christliche Erziehung sicherzustellen: Aufgabe des Paten ist es, den Täufling “zusammen mit den Eltern zur Taufe zu bringen und auch mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten getreu erfüllt” (CIC, Can. 872).” Die Paten sollen die Eltern darin unterstützen, dass ihr Kind im Glauben aufwächst und christlich erzogen wird.” Dass sie das tun werden, bestätigen sie in der Taufliturgie mit den Worten “Ich bin bereit”.
  • 14 Jahre Eltern, die sich verpflichten, das Kind christlich zu erziehen.

Damit das Kind beim Erreichen der Religionsmündigkeit “wirklich frei entscheiden kann”.

Pardon – das ist verlogen!

Und damit schließe ich für heute das erste Kapitel der “95 Thesen gegen die Kirche”.

Matthäus 18:3 im Vergleich – viele Köche viel Brei

Viele ahnen es – Gottes Wort ist nicht in Stein gemeißelt und Papier ist recht geduldig. Sicher kennt jeder das Zitat “Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. ” Das stammt aus dem Evangelium von Matthäus.  Es geht weiter mit den Zeilen “Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich. ”
Wer diese “Kinder (und diejenigen, die sich selbst erniedrigen) jedoch …

Und an dieser Stelle wird es etwas unübersichtlich bei all den verschienden Variationen von Bibel. Hier sind ein paar:

Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in der Tiefe des Meeres versenkt würde.

But whoso shall offend one of these little ones which believe in me, it were better for him that a millstone were hanged about his neck, and that he were drowned in the depth of the sea.

Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist.

But whoever causes one of these little ones who believe in me to sin, it would be better for him to have a great millstone fastened around his neck and to be drowned in the depth of the sea.

Wer dagegen einen dieser kleinen, unbedeutenden Menschen, die zu mir halten und mir vertrauen, an mir irrewerden lässt, käme noch gut weg, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im Meer versenkt würde, dort, wo es am tiefsten ist.

Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlass zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde

Wer aber einen dieser Geringen, die an mich glauben, zu Fall bringt, für den wäre es gut, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in der Tiefe des Meeres versenkt würde.

“If anyone causes one of these little ones—those who believe in me—to stumble, it would be better for them to have a large millstone hung around their neck and to be drowned in the depths of the sea

Da haben wir doch sehr verschiedene Verben:

– zu Fall bringen
– Anlass zur Sünde geben
– an mir irre werden
– offend (beleidigen)
– zum Bösen verführen
– Ärgernis geben
– zum stolpern bringen
– op het slechte pad brengt (auf den schelchten Pfad bringt)
– faire tomber dans le péché (in Sünde fallen)

In den Medien liest man zu dem Zitat dann diese Interpretation:
“Theologen haben „diese Kleinen“ auch mit „die Kinder“ oder „die Armen“ gleichgesetzt. Mit dem Mühlstein am Hals ist keineswegs die Todesstrafe durch Ertrinken gemeint. Das biblische Gleichnis soll vielmehr die Schwere des Vergehens verdeutlichen, wenn das Kleine, das scheinbar Unbedeutende, missachtet, verdrängt, verletzt wird.”

Oder anderswo: ” Der Kieler Theologieprofessor Enno Edzard Popkes interpretiert das Zitat so: „Hier geht es nicht um Kinder, sondern mit den Kleinen sind Menschen gemeint, die sich wie Kinder verhalten, also intellektuell schwach begabt sind.“ Auch die Gewaltandrohung müsse kulturgeschichtlich engeordent werden. Gemeint sei nicht, den Täter tatsächlich zu ertränken: „Das ist ein typisches Beispiel für Jesustraditionen, die sich widersprechen. Man muss fragen: Was ist die eigentliche Leitinstanz? In diesem Fall ist es die Feindesliebe und das Verbot von Vergeltung – daher ist es eine drastische metaphorische Beschreibung, aber keinesfalls der Aufruf zu Lynch, Hinrichtung oder Todesstrafe.“

Diese beiden Artikel entstanden übrigens im Zusammenhang mit einer Aktion eines “mahnenden Mühlsteins” – zu dessen Einweihung diese Band gratis spielte. Wer das Video ansieht: nicht auf die Brust des Schlagzeugers achten!

Ode aus einer Predigt zur Erläuterung “Kinder glauben alles, was man ihnen erzählt. Es fällt ihnen nicht schwer, Dinge für wahr zu halten, die ihren Horizont übersteigen. Was der Vater sagt, ist immer richtig. Darauf vertrauen sie.”
In dieser Predigt habe ich einen schönen Satz gefunden: “Wenn man ihnen etwas erzählt, was sie noch nicht kennen, hören sie gespannt zu. Sie hinterfragen alles ohne Vorbehalte oder kritische Hintergedanken.” Das ist doch mal ein schöner Satz:  ohne Vorbehalte alles hinterfragen – aber ohne kritische Hintergedanken”. Was dem Autor dabei wohl durch den Kopf gegangen ist?

Und wo wir bei Predigten sind, noch dieser Auszug aus einer Predigt: “Wir sollen nämlich gerade nicht unabhängig, sondern in einer kindlichen Abhängigkeit von Gott leben wollen; Gott will für uns sorgen und uns richtig führen. Wir sollen also in einem bestimmten Sinn unselbständig sein, indem uns bewusst ist, dass wir nur in der engen Verbundenheit mit dem dreieinigen Gott wirklich Bestand haben können. Und wir sollen die Gestaltung unseres Lebens nicht aus uns selbst heraus vornehmen wollen, sondern sie von unserem Gott bestimmen lassen. Darum sollen wir auch in dieser Hinsicht werden wie die Kinder: ganz abhängig von unserem Vater im Himmel.

Lustige Christen – kein Wunder, dass sie den Fisch als Symbol haben. Wer schon mal versucht hat, einen fest zu packen zu bekommen, weiß – die flutschen einem leicht aus der Hand. Wer Lust hat, kann zu dieser Vielfalt gerne seine Interpretation in den Kommentaren ergänzen.

Gut, dass als der Mühlstein nur metaphorisch zu verstehen ist – ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Mir hat diese Lektüre einen schönen Impuls gegeben, und was daraus wird – das schreibe ich ein anderes mal.

Rosinenpicken – Exegese mit Scheuklappen

Es gibt Bibelzitate die “kennt ein jedes Kind”. Matthäus 18:3 beinhaltet so ein Zitat. das lautet :

Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

Ich zitiere das immer gerne, wenn mir “kindischer Humor” vorgeworfen wird und ergänze das mit – “seht und ich plane es bei meinem Ableben auch ins Himmelreich zu schaffen und habe es dann nicht so weit. Christliche Leitkultur, nicht?”.

Leitbild Kind

Worauf ich heute jedoch hinaus will, ist leider etwas ernster – und das leitet sich aus der Tatsache her, dass die Bibel hier und Jesus mit seiner Aussage durchaus ernst genommen werden. Es gibt Diskussionen was denn genau “kindlich” bedeuten könnte und je nach Predigt, fällt das unterschiedlich aus. Die Frage, die die Jünger Jesus gestellt hatten war ja die: “ “Wer ist doch der Größte im Himmelreich?” Das Zitat erläutert Jesus mit dem Satz “Wer nun sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.” Es nimmt also der Herr Jesus ein beliebiges Kind als Demonstrationsobjekt und stellt seine “Erniedrigung” in den Vordergrund. Er sagt weiter. “Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.” Da haben wir also das Leitbild “Kind” – und die, die sich wie ein Kind erniedrigen.

Gruß vom Marianengraben

Jesus antizipiert Zweifler und und Kritiker. Er fährt weiter fort mit:  “Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft werde im Meer, da es am tiefsten ist.”  In der King James Bibel ist das verwendete Verb “to offend” (beleidigen) und in der “English revised version” ist es ” cause to stumble” (zum Stolpern bringen). So heißt es auch in der “neuen evangelistischen” Ausgabe “zu Fall bringen”, denn “für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins tiefe Meer geworfen würde. Weh der Welt wegen all der Dinge, durch die Menschen zu Fall kommen! Es ist zwar unausweichlich, dass solche Dinge geschehen, doch weh dem Menschen, der daran schuld ist!

Warum jetzt “Scheuklappen”?

Nun – während Pastoren und Priester überhaupt keine Probleme haben, aus dem “so ihr nicht werdet wie die Kinder” eine rührende oder ermahnende Predigt herzuleiten – so wenig stellen sie vor, in welchem Kontext dieser Satz steht. Dort steht im Grunde ja “Für den, der einen Gläubigen zum Unglauben führt, wäre es besser (!) ertränkt zu werden.” Während das eine also als wahr und als Leitspruch taugt, wird der zweite Teil meist einfach weggelasssen. Und doch sind beides die Worte Jesu – sie können nicht unterschiedlich wahr oder unterschiedlich authentisch oder unterschiedlich verbindlich sein. Religiöse Menschen müssen also mit Scheuklappen vorgehen, wenn sie die Bibel lesen. Andererseits lesen sie ja die Bibel – aber sie können in eher säkularen Gesellschaften nicht offen darüber sprechen.

Einfach mal nachfragen

Also beim nächsten Gespräch einfach mal nachfragen: Ist der Satz “So ihr nicht werdet wie die Kinder…” für dich genau so wahr und verbindlich wie “für den wäre es besser mit einem Mühlstein um den Hals ins tiefe Meer geworfen zu werden”? Ich wäre auf die Antworten gespannt.

Ein Hinweis auf eine “seltsame Aktion”

Beim googeln bin ich auf den folgenden Artikel gestoßen – die Wanderreise des “mahnenden Mühlsteins”. Hier wird das Zitat mit Kindesmissbrauch in Verbindung gebracht – und von einigen als “Aufforderung zur Hinrichtung” verstanden , von Theologen wird entgegnet ” die Gewaltandrohung müsse “kulturgeschichtlich engeordent werden”. Gemeint sei nicht, den Täter tatsächlich zu ertränken: „Das ist ein typisches Beispiel für Jesustraditionen, die sich widersprechen. Man muss fragen: Was ist die eigentliche Leitinstanz? In diesem Fall ist es die Feindesliebe und das Verbot von Vergeltung – daher ist es eine drastische metaphorische Beschreibung, aber keinesfalls der Aufruf zu Lynch, Hinrichtung oder Todesstrafe.” Na dann ist ja gut.

Und nun weiter im Bibeltext

Weh der Welt wegen all der Dinge, durch die Menschen zu Fall kommen! Es ist zwar unausweichlich, dass solche Dinge geschehen, doch weh dem Menschen, der daran schuld ist! Und wenn es deine Hand oder dein Fuß ist, die dich zum Bösen verführen, dann hack sie ab und wirf sie weg! Es ist besser, du gehst verstümmelt oder als Krüppel ins Leben ein, als mit beiden Händen und beiden Füßen in die Hölle zu kommen, in das ewige Feuer. Und wenn es dein Auge ist, das dich verführt, so reiß es heraus und wirf es weg! Es ist besser für dich, du gehst einäugig in das Leben ein, als dass du beide Augen behältst und in das Feuer der Hölle geworfen wirst. Hütet euch davor, einen dieser Geringgeachteten überheblich zu behandeln!

Also was nun?

Es ist schon seltsam – das ist wirklich ein metapherreicher Text, nicht? Worum geht es nun? Kinder nicht zu misshandeln oder sich über Gläubige nicht lustig zu machen oder sie zum Abfall vom Glauben zu verführen.

Die Kapitelüberschrift lautet: Warnung vor Verführung vom Abfall.

Verführung zum Abfall
Verführung zum Abfall

Ich denke, da lügen sich die Damen und Herren einfach selbst in die  Tasche. Da geht also die “Feindesliebe” vor, hat man in neuerer Zeit herausgefunden? Also gibt es keinen Mühlstein für Menschen, die sich über Gläubige lustig machen oder die zum Abfall verführt? Wenn denn die Gläubigen Christen in diesem Punkte dem Vorbild nacheifern und “wie die Kinder” sind, benötigt dann die gesamte Gemeinde “Welpenschutz”? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie man als Christ nicht über diese unlautere Herangehensweise an den biblischen Text stolpern kann – und zwar auch ohne, dass man mit der Nase darauf gestoßen wird.

Diskriminierung von Atheisten in Ägypten

Diskriminierung von Atheisten

Der Chef des Ausschusses für Religion im ägyptischen Parlament will künftig alle Landsleute bestrafen, die nicht an Gott glauben. Einen entsprechenden Gesetzentwurf zur “Kriminalisierung des Atheismus” arbeite er derzeit aus, hat Hamroush verkündet.

Atheismus muss unter Strafe gestellt werden, weil Atheisten keinen Glauben haben und weil sie die abrahamitischen Religionen beleidigen”, sagt Hamroush. Mit seiner Vorlage reagiere er auf die angebliche Ausbreitung des Atheismus in der ägyptischen Gesellschaft. “Wenn jemand die Religion verlässt, an die er geglaubt hat, bedeutet das eine Verachtung aller Religionen”, argumentiert der Politiker.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/aegypten-gesetz-gegen-atheisten-kampf-gegen-die-nichtglaeubigen-a-1185410.html

Der gute Vorsatz für 2018 – Kirchenaustritt

Der gute Vorsatz für 2018 Kirchenaustritt

Ihnen fehlt noch guter Vorsatz für das neue Jahr? Da habe ich was für Sie:

Kirchenaustritt!

Das ist immer eine gute Entscheidung! Warum?

  1. Sie entziehen einen Organisation die Unterstützung die Arbeitnehmer diskriminiert – und fördern damit die Gleichberechtigung.
  2. Wenn Sie kirchenfern oder atheistisch sind, sind sie authentischer, ehrlicher und stehen zu dem, was Sie denken und glauben oder nicht glauben.
  3. Sie sparen sehr wahrscheinlich Kirchensteuer.
  4. Sie vergrößern die Gruppe derer, die keiner Konfession angehören und stärken damit deren Position.
  5. Sie fördern die Bewegung der Säkularisierung in diesem Land -also der Trennung von Kirche und Staat.

Und ein Kirchenaustritt ist jederzeit möglich und ist ganz einfach:

  • Sie ermitteln, wo Sie den Austritt erklären müssen
    (Amtsgericht, Standesamt, Gemeindeverwaltung oder Kirche)
  • Sie gehen dort hin, bringen ihren Personalausweis mit
  • Sie füllen ein Formular und erklären Ihren Austritt
  • Sie zahlen eine kleine Gebühr.
  • Sie erhalten ein Dokument, das Ihnen den Austritt bescheinigt.

Bewahren Sie die Bescheinigung Ihr Leben lang gut auf, wie eine Versicherungs-Police. Sie beweist gegenüber Behörden, dass sie nicht kirchensteuerpflichtig sind.


Und dann?

Engagieren Sie sich nach Möglichkeit in einem Kreis Säkularer, Atheisten oder Humanisten –  Das ist wichtig, denn dieser Kreis, der immerhin ein Drittel der Bevölkerung ausmacht, kann Unterstützung gebrauchen. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten konfessionsloser Kindererziehung und Schulbildung. Stärken Sie den Philosophie und Ethik /Werte & Normen Unterricht in den Schulen.  Werden Sie kreativ: wie können Feste und Rituale gestaltet werden, die sich von christlichen Vorbildern lösen. Lesen Sie Bücher oder besuchen Sie Webseiten für Atheisten und Konfessionslose.

Und wenn Sie ausgetreten sind: schreiben Sie mir eine E-Mail, wie Ihre Erfahrungen waren und (wenn Sie mögen) was Ihre Beweggründe waren und wie Ihre Umgebung reagiert hat.