Diskriminierung in Ecuador

Hier ist ein kurzes Video, das in etwa die Haltung dokumentiert, auf die man heute unterschwellig noch trifft: Du bist gut – aber ohne Gott an Deiner Seite kann das nichts werden! Hier im Video haben die “Richter” der Sendung ein Mädchen zurechtgewiesen, das zum Singen da war – und fragten es , ob es den auch an Gott glaube. Was folgte, war ein Lehrstück in religiöser Diskriminierung.

 

Aber das Ganze hatte ein Nachspiel. Berichten nach verlor eine der Jurorinnen ihren Job. Und das Mädchen hatte einen Auftritt auf der “Reason Rally” in den USA.

 

Sensation: U-Boot Christen aufgetaucht!

U-Boot-Christen treten aus der Kirche aus

Das Ende einer jahrelanger Schleichfahrt.  Eine undurchdringliche Schicht aus wirtschaftlichen und sozialen Zwängen verhinderte das Auftauchen. In den ersten Wochen des Jahres 2018 sind vermehrt  U-Boot-Christen aufgetaucht. Ihre erste Frage: “Kann ich mal austreten?” Viele informierten sich hier.

Üblicherweise tauchen U-Boot-Christen nur zu besonderen Gelegenheiten auf: Familienfeiern, wie Taufe oder Beerdigungen.  Auch zu Weihnachten erscheinen sie in eine größeren Anzahl in den Kirchen auf um dort ein “sehen-und-gesehen-werden” abzuhalten. Dabei fällt auf, dass sie was den Liederschatz anbetrifft nicht ganz text- und melodiefest sind, was den Kirchenliedern dann oft den typisch schleppenden Charakter gibt. Dieses Phänmomen wird auch in diesem Dokumentarfilm aufgegriffen. Nach diesen Events tauchen sie jedoch meistens wieder ab.

Steckt die Erderwärmung dahinter?

Das Jahr 2018 ist aber offenbar anders als viele Jahre zuvor, denn veränderte Zustände erlauben nun ein “freies Auftauchen”. Ob daran ursächlich die Erderwärmung oder eine Zunahme der Säkularisierung verantwortlich ist, ist unter den Gläubigen umstritten. “Der Freigeist geht um – dieses Abgas der Aufklärung schädigt das Klima, das Menschen im Glauben und in der Kirche gehalten hat.” sagt Bischof A. aus der Diözese O. Er möchte namentlich nicht genannt werden. “Denkverbote wären zwar wünschenswert – sind aber leider nicht durchsetzbar” ist sich Bischof A aus O sicher. “Es ist schlimm – konnte man sich früher noch darauf verlassen, dass die Menschen einen Freigeist-Katalysator verwenden, z.B. indem sie ein Blatt vor den Mund nehmen, sprechen sie heute offen aus, was sie denken.” Dies sei für das Klima der kirchlichen Zwangs-Regimes, wie sie noch im Mittelalter aber auch im Protestantismus etabliert waren, fatal.

Was passiert mit den glaubensflüchtigen U-Boot-Christen?

Dadurch, dass U-Boot-Christen bereits sozial und kulturell integriert sind, und wirtschaftlich in der Regel auf eigenen Beinen stehen, ist mit wenig Anpassungsschwierigkeiten zu rechnen. Die meisten sind im Kern evolutionäre Humanisten -oft ohne es zu wissen. Sie haben die Schöpfungs-Mythologie hinter sich gelassen und sehen die Evolution als treibende Kraft hinter der Entwicklung des Lebens und der Arten auf diesem Planeten. Daher sind viele der jetzt aufgetauchten auch erleichtert, dass sie das Dilemma auflösen können, gleichzeitig die Evolutionstheorie zu verstehen, aber an eine Schöpfung glauben zu müsssen.


Hintergrund:

Als U-Boot-Christen werden umgangssprachlich ein Menschen bezeichnet, die zwar formal einer christlichen Kirche angehören, sich aber das ganze Jahr über nicht mit dem Christentum, der Bibel oder der Kirche beschäftigt, normalerweise auch nicht zum Gottesdienst geht und sich auch nicht am Gemeindeleben beteiligt, jedoch entweder regelmäßig an den so genannten großen Feiertagen, wie zum Beispiel Weihnachten oder Ostern, die Gottesdienste besucht oder an den großen kirchlichen Familienfesten (Taufe, Konfirmation, Erstkommunion, Hochzeit und Beerdigung) die jeweilige kirchliche Begleitung nachfragt. Andere Bezeichnungen sind Karfreitags-Christ, auch Namenschrist, Taufscheinchrist oder Teilzeit-Christ, welcher im deutschen Sprachraum ca. seit den 1970er Jahren vorkommt.

Auffällig ist, dass diese Begriffe zwar tendenziell despiktierlich, also abwertend sind, jedoch die Frage ausklammern, inwieweit diese U-Boot-Christen tatsächlich Gläubige sind, oder nicht. Ob sie also zweifeln, Agnostiker oder Atheisten sind und nur aus Gewohnheit oder sozialem Druck Mitglieder der Kirche bleiben. Auch der Ausdruck “Kirchenferne” geht nicht wirklich auf die Glaubensinhalte ein, denn er erlaubt ja den Zustand eines Gläubigen, der sehr wohl an Schöpfung, Erbsünde, das Erscheinen des Messias und ein ewiges Leben nach dem Tod glaubt, sich aber von der Kirche als Organisation oder Gemeinde entfernt hat.

 

 

Austritte bei der katholischen und evangelischen Kirche

Austritt aus der Kirche

Im Jahr 2015 sind mehr Katholiken denn je aus der Kirche ausgetreten. Wie die Deutsche Bischofskonferenz  bekanntgab, stieg die Zahl der Austritte binnen Jahresfrist um fast 22 Prozent auf nunmehr 218.000. Im Jahr 2012 waren gar nur 118.000 Austritte registriert worden. Die Zahl der Taufen blieb gegenüber dem Vorjahr mit etwa 165.000 fast gleich.  Mehr dazu in der Frankfurter Allgemeinen.  162.093 Katholiken kehrten 2016 ihrer Kirche den Rücken, 11 Prozent weniger als 2015. Zugleich sprudeln jedoch die Kirchensteuern weiter kräftig: Die 27 Bistümer nahmen die Rekordsumme von 6,146 Milliarden Euro ein.

In der evangelischen Kirche sieht es ähnlich aus. Ein Sprecher der EKD
stellt dies so dar: “Wer heute einer christlichen Kirche angehört, entscheidet dies in völliger Freiheit“, so ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Diese “Freiheit” beanspruchten bis zum 31.12.2016 rund 21,92 Millionen Menschen für sich, die einer der 20 Gliedkirchen der EKD angehörten.

Das mit der “Freiheit” ist angesichts der Babytaufen und dem staatlich finanzierten konfessionellen Religionsunterricht und konfessionsgebundenen Schulen zwar etwas relativ. Trotzdem ist die absolute Zahl der evangelischen Kirchenmitglieder um knapp 350.000 Menschen gesunken. 2015 hatten die Landeskirchen noch rund 22,27 Millionen Mitglieder, litten aber auch in dem Jahr schon unter einem Verlust von 360.000 Menschen.

Wie der Tagesspiegel berichtete haben binnen eines Jahres mehr als 352.000 Menschen die Kirchen bewusst verlassen. Eingetreten sind dagegen nur rund 31.000. Im Gesamtsaldo, also auch durch Sterbefälle, verlor die evangelische Kirche mit rund 350.000 Gläubigen fast doppelt so viele Mitglieder wie die katholische. Diese verbuchte ein Minus von rund 180.000.

Eine Untersuchung der CVJM Hochschule zu Austrittsgründen ergab, dass der am häufigsten genannte Grund sei Entfremdung oder fehlende Bindung zur Kirche gewesen sei. Erst danach folgten Gründe wie Kirchensteuer, Kritik an rückständigen Positionen, Glaubenszweifel, persönliche Verletzungen und kirchliche Skandale.

Der gute Vorsatz für 2018 – Kirchenaustritt

Der gute Vorsatz für 2018 Kirchenaustritt

Ihnen fehlt noch guter Vorsatz für das neue Jahr? Da habe ich was für Sie:

Kirchenaustritt!

Das ist immer eine gute Entscheidung! Warum?

  1. Sie entziehen einen Organisation die Unterstützung die Arbeitnehmer diskriminiert – und fördern damit die Gleichberechtigung.
  2. Wenn Sie kirchenfern oder atheistisch sind, sind sie authentischer, ehrlicher und stehen zu dem, was Sie denken und glauben oder nicht glauben.
  3. Sie sparen sehr wahrscheinlich Kirchensteuer.
  4. Sie vergrößern die Gruppe derer, die keiner Konfession angehören und stärken damit deren Position.
  5. Sie fördern die Bewegung der Säkularisierung in diesem Land -also der Trennung von Kirche und Staat.

Und ein Kirchenaustritt ist jederzeit möglich und ist ganz einfach:

  • Sie ermitteln, wo Sie den Austritt erklären müssen
    (Amtsgericht, Standesamt, Gemeindeverwaltung oder Kirche)
  • Sie gehen dort hin, bringen ihren Personalausweis mit
  • Sie füllen ein Formular und erklären Ihren Austritt
  • Sie zahlen eine kleine Gebühr.
  • Sie erhalten ein Dokument, das Ihnen den Austritt bescheinigt.

Bewahren Sie die Bescheinigung Ihr Leben lang gut auf, wie eine Versicherungs-Police. Sie beweist gegenüber Behörden, dass sie nicht kirchensteuerpflichtig sind.


Und dann?

Engagieren Sie sich nach Möglichkeit in einem Kreis Säkularer, Atheisten oder Humanisten –  Das ist wichtig, denn dieser Kreis, der immerhin ein Drittel der Bevölkerung ausmacht, kann Unterstützung gebrauchen. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten konfessionsloser Kindererziehung und Schulbildung. Stärken Sie den Philosophie und Ethik /Werte & Normen Unterricht in den Schulen.  Werden Sie kreativ: wie können Feste und Rituale gestaltet werden, die sich von christlichen Vorbildern lösen. Lesen Sie Bücher oder besuchen Sie Webseiten für Atheisten und Konfessionslose.

Und wenn Sie ausgetreten sind: schreiben Sie mir eine E-Mail, wie Ihre Erfahrungen waren und (wenn Sie mögen) was Ihre Beweggründe waren und wie Ihre Umgebung reagiert hat.