Während des Studiums zum Atheisten geworden

War bei mir wie bei vielen. Jesuskind, Krippenspiel, Kinderbibel, Weihnachtslieder, mal beten, mal in die Kirche mit den Eltern zu Hochzeiten und auch mal so – besonders zu Weihnachten. Dann Konfus mit jovialem Diakon und Herr-deine-Liebe-ins-Wasser-fällt-ein-stein-Gesang. Dann Abi dann Uni und dann Distanz. Keine spezielle Literatur gelesen, nur mal mit dem einen oder anderen gesprochen gemerkt da ist nichts mit dem Glauben. War so wie der Osterhase und der Weihnachtsmann entzaubert wurden – eher beiläufig. Eschrocken gewesen über den Aufwand, den die Organisation betreibt – und auch die Spuren, die das in meiner eigenen Biographie hinterlassen hat. Ich glaubte nicht und ich wollte kein Teil dieser Organisation sein, die diese Ammenmärchen tradiert. Also zum Amtsgericht und ausgetreten. Eltern etwas konsterniert – was haben wir falsch gemacht. Haben gedacht, das was sie gemacht haben, sei richtig gewesen. Haben es nicht besser gewusst, wie so viele. Für mich nun kein Thema mehr und wenn ich mal Kinder habe für die auch nicht.

Persephone